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Manifeste und Erklärungen[ Einführung | Europarat | Terralingua | Das Prager Manifest | Erklärung von Raumo | Esperantismo ] Erklärung der EsperantobewegungAuf dem ersten Universala Kongreso in Boulogne-sur-Mer 1905 angenommen. 1. Da sich viele über die Grundsätze von Esperanto ein ganz falsches Bild machen, haben wir, die Unterzeichnenden, Repräsentanten der Esperantobewegung aus vielen Ländern der Erde, die zum Internationalen Esperantistenkongress in Boulogne-sur-Mer zusammengekommen sind, es für nötig befunden, laut Vorschlag des Urhebers der Sprache Esperanto, die folgende Erklärung zu verfassen: 2. Die Esperantobewegung bemüht sich um die weltweit Verbreitung einer neutralen, menschlichen Sprache, welche, "ohne sich in die inneren Angelegenheiten der Völker einzumischen und ohne darauf zu zielen, bestehende nationale Sprachen zu ersetzen", Menschen verschiedener Nationen die Möglichkeit geben würde, sich miteinander zu verständigen, und welche in der Lage wäre, in den Ländern, in denen verschiedene Nationalitäten einander aufgrund von Sprachproblemen bekämpfen, den öffentlichen Institutionen als eine Sprache der Versöhnung zu dienen und in der all jene Werke veröffentlicht werden könnten, die für alle Völker von gleichem Interesse sind. Alle anderen Ideen und Hofnungen, die Esperantisten mit Esperanto verbinden sind allein deren persönliche Angelegenheit, und Esperanto ist nicht für diese verantwortlich. 3. Da heutzutage kein Forscher mehr daran zweifelt, dass eine Internationale Sprache nur eine Plansprache sein kann, und die Vielzahl an Anstrengungen, die im Laufe des letzten Jahrhunderts unternommen wurden, nur theoretische Projekte hervorgebracht haben und dass tatsächlich nur eine Sprache vollendet, gründlich erprobt, perfekt im Alltag anwendbar und in allen Beziehungen tauglich zu sein scheint, nämlich Esperanto, aus diesem Grund haben die Anhänger der Idee einer internationalen Sprache, die anerkennen, dass theoretische Diskussionen zu nichts führen, und das Ziel (eine internationale Sprache) nur durch praktische Arbeit erreicht werden kann, die Sprache Esperanto schon lange im Auge und kontinuierlich in Richtung ihrer Verbreitung und für die Bereicherung ihrer Literatur gearbeitet. 4. Da der Urheber von Esperanto schon zu Beginn auf alle persönlich Rechte an der Sprache und die damit verbundenen Privilegien verzichtet hat, ist Esperanto "niemandes Besitz", weder im materiellen noch im moralischen Sinne. Grundsätzlich ist die ganze Welt Herr dieser Sprache und jeder, der möchte, kann nach Wunsch Werke in oder über diese Sprache veröffentlichen und sie für alle erdenklichen Zwecke nutzen; geistige Herren der Sprache sollen all diejenigen sein, die von der Welt als die besten und talentiertesten Schriftsteller dieser Sprache anerkannt werden. 5. Esperanto unterliegt keiner gesetzgebenden Autorität und ist von keiner bestimmten Person abhängig. Alle Meinungsäußerungen und Werke des Urhebers von Esperanto sind, wie alle Meinungsäußerungen und Werke von anderen Esperantisten, rein privater Natur und in keiner Weise bindend für andere. Die einzige Grundlage der Sprache, die für alle Esperantisten dauerhaft verpflichtend ist, ist das Werk "Fundamento de Esperanto", und niemand hat das Recht, an diesem Änderungen vorzunehmen. Falls jemand von den Regeln und dem Vorbild des oben genannten Werkes abweicht, kann er sich nicht mit den Worten "vom Urheber von Esperanto so gewünscht oder empfohlen" entschuldigen. Jede Idee, die nicht in geeigneter Weise durch den Inhalt von "Fundamento de Esperanto" ausgedrückt werden kann, können alle Esperantisten auf die Weise ausdrücken, die sie als die korrekteste erachten, so wie es auch in anderen Sprachen gehandhabt wird. Aber aus Gründen der Einheitlichkeit sind alle Esperantisten angehalten,so weit wie möglich jenen Stil, der in den Werken des Urhebers von Esperanto zu finden ist, nachzuahmen, da dieser mehr als jeder andere in und für Esperanto gearbeitet hat und niemand den Geist von Esperanto besser kennt. 6. Als Esperantisten bezeichnet man Personen, die die Sprache Esperanto beherrschen und benutzen, unabhängig davon, welche Ziele sie verfolgen. Die aktive Mitgliedschaft in einem Esperantistenkreis oder einer Esperanto-Organisaion ist zu empfehlen, aber nicht obligatorisch. |
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Lingva Prismo wird von der Esperantic Studies Foundation, von der Nordischen Kulturstiftung und vom Europäischen Jugendstiftung unterstützt.
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